1 = kaum messbare Wirkung laut Forschung · 10 = durchgehend starke, gut belegte Wirkung. Wähle unten dein Niveau — die Werte passen sich an, weil manche Methoden bei Anfängern besser wirken und andere erst mit mehr Erfahrung.
A = Anfänger (A1–A2) · B = Mittel (B1–B2) · C = Fortgeschritten (C1–C2). Die Forschung unterscheidet selten präziser als in diesen drei Gruppen — A1 und A2 zeigen deshalb bewusst dieselben Werte, ebenso B1/B2 und C1/C2.
Methoden schliessen sich nicht gegenseitig aus. Die Liste ist ein Werkzeugkasten, kein Entweder-oder — die meisten guten Lernpläne kombinieren mehrere davon gleichzeitig, z.B. Chunks lernen UND Podcasts hören UND gezieltes Aussprachetraining. Ein einzelner Wert zeigt nur, wie stark diese eine Zutat für sich beiträgt, nicht welche Methode du stattdessen wählen sollst.
Eigene, kommunikative Vereinfachung — keine wissenschaftlich validierte Kennzahl. Die zugrunde liegenden Meta-Analysen verwenden unterschiedliche Kontrollgruppen, Tests und Studiendesigns; ihre Effektstärken direkt gegeneinander zu ranken, wäre methodisch nicht sauber (das betonen die Originalstudien selbst ausdrücklich). Die Zahlen fassen zusammen, wie konsistent und wie gut belegt eine Methode abschneidet — als grobe Orientierung, nicht als Präzisionsmessung. Auch die Niveau-abhängigen Werte sind eine plausible, aus der Studienlage abgeleitete Einschätzung — so gut wie keine Studie misst dieselbe Methode separat für jedes CEFR-Niveau. Wo die Forschung keinen Anhaltspunkt für einen Unterschied liefert, bleibt der Wert über alle Niveaus gleich.
Zwei getrennte Anzeigen pro Methode, die nichts miteinander zu tun haben: der farbige Balken zeigt nur die Zahl 1–10 selbst — wie stark die Wirkung ist. Das blaue/graue Badge zeigt dagegen, wie verlässlich diese Einschätzung ist — ob viele/grosse, konsistente Studien dahinterstehen oder nur wenige/kleine. Beispiel:
Gelber Balken = mittelstarke Wirkung (7/10) — gleichzeitig blaues Badge = hohe Evidenz. Die Kombination ist bewusst möglich: eine Methode mit nur mittlerer Wirkung kann trotzdem sehr verlässlich gemessen sein (viele gute Studien), genauso wie eine Methode mit hoher Wirkung nur schwach belegt sein kann (nur eine kleine Studie).
Ein Chunk (auch Kollokation oder Multi-Word-Unit) ist eine feste, natürlich zusammen auftretende Wortgruppe, die als Ganzes gespeichert und abgerufen wird — statt jedes Wort einzeln zusammenzusetzen. Beispiele: „eine Entscheidung treffen" statt nur „Entscheidung", „to make a decision", „I was wondering whether …", „it depends on …". Der Vorteil: Chunks werden nachweislich schneller verarbeitet als frei neu zusammengesetzte Wortfolgen — man muss beim Sprechen nicht mehr jedes Einzelteil grammatisch korrekt zusammenbauen, sondern ruft den ganzen Baustein ab. Ein Chunk deckt zudem gleich mehrere Wörter UND ihre richtige Kombination auf einmal ab, statt nur ein einzelnes Wort. Bei A1/A2 fehlt dafür oft noch die nötige Grundlage an Einzelwörtern — deshalb lohnt sich dort zuerst reines Wörterlernen mehr. Sobald der Grundwortschatz sitzt, kippt das: Ab B1/B2 bringt derselbe Lernaufwand in Chunks mehr als in weiteren Einzelwörtern (siehe Werte unten).
Jede Quelle wurde einzeln recherchiert und wo möglich gegen die Originalpublikation geprüft (Autor, Journal, Kennzahlen). verifiziert = Kennzahlen bestätigt · identifiziert = Publikation eindeutig gefunden, Kennzahlen nicht einzeln nachgeprüft · unklar = Themengebiet real, einzelne Quelle nicht zweifelsfrei zuordenbar.